Der Herbst bietet mit seinen Frühnebeln besonders beeindruckende Fotomotive, stellt gleichzeitig aber auch besondere Anforderungen an Drohnenpiloten.

Die ersten kühlen Herbsttage boten in vielerlei Hinsicht schöne Ausblicke – die Blätter an den Bäumen verfärben sich, das schöne Wetter erlaubte Ausflüge und Unternehmungen. Für Drohnenpiloten boten sich darüber hinaus auch ausgezeichnete Bildmotive: Bunte Herbstwälder, Frühnebel und herrlich farbenfrohe Sonnenuntergänge. Der Nebel stellt aber auch Herausforderungen an Drohnenpiloten

Sind Drohnenflüge bei Nebel erlaubt? Es kommt darauf an!

Wie bei allen Fluggeräten, muss auch bei einer Drohne vor dem Abflug überprüft werden, ob die Voraussetzungen für einen Drohnenflug gegeben sind. Dazu gehören neben der tadellosen Funktionstüchtigkeit der Drohne, der Anmeldung des Fluges bei der AustroControl/Flughafen Wien (wenn man, wie Gramatneusiedl, in der Kontrollzone des Flughafen Wien liegt) und natürlich muss auch das Wetter mitspielen – Sicht, Wind, Niederschlag, etc. wirken sich auf die Flugvoraussetzungen aus.

Ganz generell gilt für die meisten Drohnen, dass diese nur innerhalb der direkten Sichtweite betrieben werden dürfen (VLOS – Visual Line of Sight). Ein Start bei Nebel ist also grundsätzlich erst mal erlaubt, solange die Drohne gesehen werden kann. Ein durchfliegen einer Nebeldecke, um oberhalb der Wolkenschicht zu fliegen, ist allerdings verboten.

Wie also ist das Foto der Gramatneusiedler Lagerhaus-Skyline entstanden? Zum einen war die Nebelsuppe schon sehr dünn zum Zeitpunkt der Aufnahme, ganz oben im Weingartenfeld war da schon klare Sicht – der Nebel war also maximal noch 30, 40m “hoch”.

Zum zweiten war der Startplatz auf einem Feldweg ebenfalls einige Meter höher als es das Lagerhaus ist und die Sicht nach oben war nahezu ungehindert – die Drohne konnte gut gesehen werden und so entstand dieses Foto aus einer Flughöhe von ca. 110 Metern.

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