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Neufelder See Triathlon 2014 (Sprint-Edition)

Vergangenes Wochenende hat in Neufeld/Leitha bereits zum 27. mal der Neufelder Triathlon stattgefunden. Seit letztem Jahr wird der Tri von Robert Pscheidl und seinem Triathlon-Store P3-Trisports bzw. dem dazugehörigen Tri-Verein veranstaltet und es war, wie letztes Jahr, großartig. Was das P3-Team organisatorisch und auch persönlich geleistet hat, war wieder ganz wunderbar. Ein Bewerb, in dem sich jeder wohlgefühlt hat – vom Anfänger bis zum Profi, so war zumindest mein Eindruck.

Im folgenden ein kurzer Rückblick aus der Sicht eines Gelegenheitstriathleten (so 1 x im Jahr ca.):

Das Plantschen:

Das Wasser im Neufelder Strandbad wurde mit dem Start um 18:00 bei perfektem Wetter noch einmal ordentlich durchgemischt und, begleitet von Musik und Publikum, gings Richtung Bootsverleih um nach der ersten Boje den See zu queren. Der späte Start sollte sich da ein wenig rächen, weil die tiefstehende Sonne bei der Seequerung es äußerst schwer machte, die zweite Boje zu erkennen, aber es hat sich dann am Ende wohl doch keiner verschwommen. Wenn man, wie ich, den halben Winter und das Frühjahr krank und kränkelnd verbringt und das Schwimmbad nur vom Hören-Sagen kennt, kommt man dann nach ca. 18 Minuten wieder an Land – da wäre heuer definitiv mehr drin gewesen, aber gut, soll sein. Ohne Training geht halt nix.

Wechselzone, super Platz, 2. Reihe, gleich am Rand, wieder mal Glück gehabt (wie jedes Jahr eigentlich) und einen „guten“ Platz erwischt, direkt beim Laufausgang. Beim Umziehen für Bike trotzdem zuviel Zeit liegen gelassen, da wäre zmd noch eine Minute zu holen gewesen. Egal. Nächstes Jahr.

Das Radeln:

Gestern definitiv meine „stärkste“ Disziplin, die regelmäßigen Ausfahrten der letzten Wochen haben Spuren in den Beinen hinterlassen und ich habe mich heuer deutlich wohler gefühlt als letztes Jahr. Die ersten km waren zwar etwas zäh, weil ich vom schwimmen ein flaues Gefühl in der Magengegend mitgenommen habe, aber bis Hornstein war wieder alles gut und es ging gut dahin und ich konnte ein paar Plätze gutmachen. Die Runde verlief ereignislos, der Hügel am Ende von Steinbrunn nervt immer noch, aber heuer habe ich dort doch noch ein paar Radler überholen können. Kurz vor der Wechselzone noch die Beine durchgeschüttelt, runter vom Rad, rein in die Zone, Rad abstellen, Laufschuhe an.

Das Leiden Laufen:

Anzahl der Koppeltrainings seit dem Tri Neufeld 2013: 0 (in Worten: Null). Na gut, ich hab am Mittwoch letzter Woche soetwas wie ein Koppeltraining versucht, aber es nach wenigen Meter sein lassen, weil die Beine nicht wollten. Dachte mir „Gut, dann halt nicht“ (hab mir was anderes gedacht, mag ich aber hier nicht schreiben :)). Erstaunlicherweise klappte der Umstieg von Rad auf Laufschuhe dann aber sehr problemlos, keinerlei muskuläre Beschwerden und mit 29 verbleibende Minuten bis zur Sub 1:30:00 Grenze war die auch in Reichweite. Bis KM3 war die Sub 1:30:00 immer noch greifbar, bei KM4 wars dann mehr eine theoretische Sache.
Nach KM3 hab ich ziemlich rapide abgebaut, bis dahin hatte ich einen guten 5:30er Schnitt, danach leider jenseits der 6:00:00 und nachdem ich dann irgendwo am Parkplatz die 1:30:00 abhaken konnte, gefühlte 400m vorm Ziel, hab ichs dann zur Kenntnis genommen und mit (immer noch persönlicher Bestleistung) von 1:31:58 gefinished. Das Zielfoto hab ich noch nicht gefunden, aber ich glaub, ich wills gar nicht sehen, wenn ich so aussehe, wie ich mich gefühlt habe.

Das Fazit:

Steht schon am Anfang – es war großartig. Die Strecken sind wunderbar, alle Organisatoren menschlich und fachlich wunderbar, Flair und Ambiente dadurch auch großartig. Danke Robert Pscheidl und Team.

Ich muss das nochmal betonen: Ich weiß, wie sich ehrenamtliche Arbeit anfühlt (hab das jahrelang selbst gemacht und machs teilweise immer noch) und es ist nicht immer leicht, da immer ein Lächeln auf den Lippen zu haben. Das P3-Team hat das aber durchwegs geschafft. Kompetent, freundlich, hilfsbereit. Auch wenns heiß war, die Gelsen gekommen sind und überhaupt. Ihr wart großartig!

Der Ausblick:

Nachdem Töchterchen mittlerweile etwas weniger anstrengend ist als die ersten 17 Monate, bleibt mehr Zeit zum Trainieren. Gesetzt den Fall, dass ich den kommenden Winter nicht überwiegend im Bett und mit Tee, Taschentüchern und Tabletten (TTT) verbringe, sollte nächstes Jahr ein deutlicher Sprung nach vorne drin sein.

Die Kritik:

Ha, es gibt doch was zum jammern: Es wurden gestern (gefühlte) 300 Pokale verteilt. Praktisch jeder und alles hat einen Pott bekommen. Nur ein einziger Bewerb nicht: Den, den wir gewonnen haben – die Mixed Staffel „Generation Fun Sportskanonen“, bestehend aus einem Vereinskollegen, meiner besseren Hälfte und mir, hat da gewonnen, bis ca. 21:30 gewartet auf die Siegerehrung (WÄHREND IN POTTENDORF BEREITS DER GRILL ANGEHEIZT WURDE!), dann wurden die Staffelpreisträger (ich glaube) als vorletztes aufgerufen, ab aufs Podest, 1 Foto gemacht – das wars. Kein Pokal. Kein Sponsorvertrag. Keine Grid-Girls. NIX. BUH!
Nicht, dass wir uns auch nicht so über den Sieg freuen – aber auf die 3 Pokale wärs net angekommen – oder?

Wir sehen uns 2015 beim 28. Neufelder Triathlon! Wann kann ich mich anmelden? :)

PS: Fotos reiche ich nach. Wenn die bei event-gucker mal online gehen.

PPS: Links:

Robert Pscheidl@Facebook
Neufeld Triathlon
P3 Trisports.at
trinews.at (Mit Fotos und Berichten zum Race-Weekend)

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