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Der zweiter Halbmarathon – trotzdem gut gelaufen

Tatsächlich lag zwischen Vienna City Marathon (VCM) und dem Wachau-Marathon ein halbes Jahr, mehr oder weniger. Zeit war ja auch wirklich genug, um sich vorzubereiten, so rein kalendermäßig. Aber im Endeffekt war die Vorbereitung (trotz anderer Vorsätze) ziemlich mau.

Zusammengefasst bin ich seit dem VCM einen 10er (eigentlich 9,8km) gelaufen und ansonsten Strecken zwischen 4 und 8 km. In Summe vielleicht 10 – 15 Einheiten. Außerdem hab ich um die 2000 km am Rad gemacht, was jetzt auch nicht so der Bringer ist. Aber dafür hatte ich mit Töchterchen & meiner besseren Hälfte eine tolle Sommerzeit.

Wie auch immer. Ich bin also mehr schlecht als recht vorbereitet nach Arnsdorf gekommen, mit der (letzten) Fähre nach Spitz gefahren, hab dort auch nochmal den kenianischen Läufer Samoei Micah getroffen, der die ganze Sache in humorlosen 67 Minuten erledigt hat. (Hintergrund: Eine Arbeitskollegin hat diesen [ihr bekannten] Läufer am Freitag vor dem Marathon zum Firmenbetriebsausflug mitgebracht und da haben wir einander kennengelernt und bissl über Sonntag geplaudert – und am Sonntag selber habe ich ihn dann eben nochmal getroffen. Eigentlich hat er um die 62 Minuten angestrebt, aber die Gruppe hatte es wohl nicht eilig).

Wissend, dass die ersten 10-15 km in „meinem“ Tempo (um die 7 Minuten/km habe ich mir vorgenommen, ich habe da noch keinen Stress) gehen, bin ich recht entspannt in meinen zweiten Halbmarathon gestartet. Wetter war wunderbar – Wolken, wenig (Rücken)wind, angenehme Temperaturen, viel besser als beim VCM im Frühjahr. Auch die Labestationen, von denen es wirklich reichlich gab (5 oder 6 entlang der HM-Strecke) waren gut gefüllt und zumindest 3 weitere „inoffizielle“ Labestationen mit Sturm & Bier waren auch am Weg. Just in case. Man weiß ja nie, wo einem der Durst ereilt.

Es lief dann auch recht gut und ich war zuversichtlich, die 2:29:29 zu knacken. Ab KM17 wurds dann aber recht schnell eher unangenehm – das fehlende Training machte sich bemerkbar. Der Schnitt ging runter, der Gesichtsausdruck wurde weniger entspannt. Krems war da aber schon in Sichtweite und das fand ich nicht nur gut:

Wenn man das Ortsschild Krems-Stein passiert, denkt man sich (oder zmd. ich dachte mir das) „Oh, schon in Krems“. Ein Blick auf die Uhr offenbart dann aber, dass es da noch eine ganze Weile weitergeht, gute 5-6km. Wenn man es dann Richtung Kremser „Zentrum“ geschafft hat, läuft man gut 1km auf das Ziel zu und biegt 150m davor ab, um das Ziel zu umlaufen und dann noch irgendwo 2km in den Gassen und Gässchen von Krems zu verbringen. Furchtbar. Die letzten 800m oder so läuft man dann schlussendlich wieder zwischen Publikum aufs Ziel zu und dann hat man es auch schon geschafft.

Bei der Mauterner Brücke stand als Motivationsspritze ein Teil der Verwandtschaft aus der Gegend, aber die haben mich leider auch nicht automatisch ins Ziel getragen.

Auf den letzten 5km bin ich zwischendurch einige Minuten gegangen – ich war einfach schon ziemlich kaputt – das hat mich dann auch die >2:30:00 gekostet, aber gut, soll sein.

In meinem Fall standen 2:33:50 am Tacho, das ist um ca 8 Minuten schneller als in Wien und insofern war ich zufrieden. Medaillen gabs im Ziel ebenso wie eine gut gefüllte Getränke- und Kohlenhydrate-Bar.

Zusammenfassend:

  • Labestationen zahlreich & gut gefüllt
  • Publikum eher mau auf der Strecke (gerade mal in den Ortschaften Kleingruppen)
  • Der Tunnel in Dürnstein hat eine sehr komische Stimmung beim Durchlaufen
  • Die Streckenführung in Krems ist ein wenig mühsam
  • Im Startbereich hat ein „witziger“ Moderator die Nordic-Walker beim Start als „Steckerlgeher“ bezeichnet, das war ein Griff ins Klo.

Für heuer war das die letzte Verrücktheit in Sachen Sport.

Für 2014 bin ich zuversichtlich, die für heuer gesteckten Ziele zu erreichen. Töchterchen erlaubt uns – langsam, aber doch – da und dort eine Rückkehr in ein (in Ansätzen) geplantes Leben und die Hoffnung, dass sich neben all den anderen Dingen wieder ein bisschen mehr Sport ausgeht, lebt.

Dass ich mit meinen Zeiten jetzt nicht der schnellste bin, bereitet mir nicht wirklich schlaflose Nächte – ich freu mich über meine Erfolge & Verbesserungen. :)

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