Archiv der Kategorie: Sport

Rückblick 2016 – Teil 1: United Airlines NYC Half 2016 (und Steak & Burger)

Nachdem ich 2016 viel weniger geschrieben habe als ich mir vorgenommen habe, hole ich das hiermit ein bisschen nach. Wir beginnen mit etwas angenehmen, dem Rückblick auf meine New York Reise im März 2016. Wie schon damals hier angekündigt, habe ich einen Startplatz beim NYC Half Marathon in Manhattan gewonnen – wobei gewinnen bedeutet: Man darf starten, muss aber Nenngeld, etc. bezahlen und bekommt auch sonst nix geschenkt. Wenn man, wie ich, zu den Langsamläufern gehört, muss man also auf Losglück hoffen – weil es in aller Regel mehr Interessenten als Startplätze gibt. Wie auch immer – ich war jedenfalls dabei.

Je näher der Reisetermin kam, desto spannender wurde das ganze natürlich – einerseits, weil NYC und überhaupt, andererseits, weil das Wetter überhaupt keine Anstalten machte, langsam an den Frühling zu denken. Wechselhaft-kalt war der Trend in aller Regel, Temperaturen um den Gefrierpunkt und wenig Aussicht auf milde Frühlingstemperaturen machten das Kofferpacken zu einer interessanten Aufgabe. Dass ich die Aufgabe bravourös gemeistert hatte, stellte sich am Flughafen heraus: 22,8kg hatte der Koffer, 23 wären erlaubt (am Papier) – ich war trotzdem stolz (naja, ein bisserl).

Geflogen wurde mit Austrian Airlines. Essen & Service einwandfrei. Sitze sehr komfortabel. Bordunterhaltung auch, ich hab damals passenderweise „The Big Short“ im Flieger gesehen – eine Verfilmung über den Börsencrash in den USA im Zusammenhang mit der Immobilienblase rund um 2007/2008 – die Schlüsselfigur des Films, Dr. Michael Burry, ist übrigens auch RB-Survivor. Wer den Film noch nicht gesehen hat: Unbedingt anschauen. Sehr sehenswert. Gibts auf Netflix, auf Apple-TV oder klassisch auf DVD/BluRay oder als Buch zu kaufen.  Geflogen wurde mit einer Boeing 767 – samt Cockpitbesuch nach der Landung in JFK. Mit der Metro gings dann vom Flughafen quasi direkt bis vor die Haustür meines Hotels in Lower Manhattan, ins Fairfield Inn Financial District – einem neu eröffneten Hotel zwischen Seaport & Wall Street.

Tag 1: Ankunft & One WTC: Kaum im Hotel eingecheckt, nutzte ich die Gunst der Zeitverschiebung (-6 Stunden), um einen ersten Eindruck von NYC zu gewinnen. Schon beim Verlassen der Metro-Station Fulton Street war ich bei einem kurzen Rundblick von der Höhe mancher Gebäude beeindruckt. Das „neue“ One World Trade Center war direkt in Sichtweite und ich nutzte den schönen Abend, um den einsetzenden Sonnenuntergang von der Spitze des WTC zu verfolgen. Die neu eröffnete „Path“-Bahnstation (wurde eine Woche zuvor teileröffnet) lag auch gleich am Weg.

Schon die Aufzugfahrt im neuen WTC ist sehenswert (es gibt YouTube-Videos, ich spoilere hier jetzt nix), der Ausblick wie erwartet großartig. Man sieht auch von oben die beiden Wasserbecken, die an die alten Zwillingstürme erinnern und ein Besuch des WTC Memorials stand ohnehin auch am Programm, doch dazu später mehr. Hier erst mal die Bilder:

 

Danach habe ich den Tag recht bald beschlossen und mich auf Tag 2 gefreut:

Tag 2: Brooklyn Bridge Walk, Statue of Liberty & Liberty Island, Ellis Island & Immigration Museum

Der Tag begann mit einem Guided Walk durch Seaport & über die Brooklyn Bridge und mit allerhand lehrreichem – z.b. dass so manches Haus in Manhattan auf Schiffsrümpfen gebaut ist und der Untergrund dadurch entsprechend instabil, weshalb sich diese Häuser dann zu neigen beginnen, etc. Definitiv ein sehr spannender Spaziergang mit tollen Eindrücken.

Danach gings mit dem Schiff auf Richtung Liberty Island – mangels Tickets nur rund um die Statue & nicht hinauf, aber trotzdem schön. Wesentlich mehr Zeit verbracht habe ich dann auf Ellis Island im Immigration Museum – Ellis Island war für knapp 60 Jahre ein zentraler Punkt für die Immigration in die USA an der Ostküste – von 1892 bis 1954 erfüllte Ellis Island verschiedene Rollen bei der Immigration in die USA. Das Museum dokumentiert diese Periode auf ansprechende Art und Weise – sehr viele Tondokumente, viele Interviews, viele Bilder und Unterlagen. Jedenfalls einen Besuch wert & Zeit einplanen, ein dreiviertel Tag ist jedenfalls notwendig, um sich einen ordentlichen Überblick zu verschaffen.

Am Abend gings dann noch aufs Empire State Building:

 

Ein Tag mit ziemlich vielen Schritten – knapp über 18km gings an diesem Tag zu Fuss durch NYC – man unterschätzt das leicht, aber die Füsse haben am Abend schon daran erinnert.

Tag 3 – WTC Memorial, Concorde & Space-Shuttle auf der USS Intrepid

Wieder sehr intensiv, mit vielen Eindrücken und noch mehr Schritten als am Tag davor. Weil es quasi vor der Haustür gelegen ist, habe ich mit dem World Trade Center Memorial Museum begonnen – Es ist großteils unterirdisch untergebracht, in und rund um die Fundamente der alten Zwillingstürme und im wesentlichen in 3 Bereiche geteilt: Einem Gedenk-Raum, in dem Fotos aller Opfer von 9/11 hängen und in dem in einer Aufzeichnung Angehörige die Namen der Toten vorlesen, einem „allgemeinen“ Teil, der Exponate zeigt, die man heute noch im Kopf hat (bspw. zertrümmerte Feuerwehrwägen) oder die besondere Bedeutung haben, wie die letzte Säule, die von Ground Zero geborgen wurde, aber auch allgemeine Informationen über Aufbau und Konstruktion der Zwillingstürme. In diesem allgemeinen Teil durfte man auch fotografieren.
Im dritten Bereich wurden dann explizit die Ereignisse des 11. September beleuchtet – sehr bedrückend, sehr nachdenklich stimmend. Bild- und Tondokumente, die extrem nah ans Geschehen heranführen, lassen einem nachdenklich aus dem Museum gehen und haben dann auch bei der Metro-Fahrt zum nächsten Museum den Kopf beschäftigt.

Die USS Intrepid, ein alter Flugzeugträger, war mein nächster Halt – dort interessierten mich vor allem zwei Exponate: ein echtes Space-Shuttle und die Concorde – in letztere durfte man im Rahmen einer Guided Tour sogar einsteigen. Highlight, neben den Exponaten an sich, war der Umstand, dass es für die Touristensaison noch zu früh war – so waren wir bei der Concorde Guided Tour zu zweit, bei der Space-Shuttle Guided Tour war ich sogar alleine. Das war quasi eine Privataudienz und so blieb viel Zeit für Fragen & Hintergrundinfos. Wenn man sich ansatzweise für Luftfahrt & Aviatik interessiert – jedenfalls anschauen, falls man mal in NYC ist.

Über den Times Square gings zurück ins Hotel – 19km standen am Ende des Tages am Tacho, inkl. Fotorucksack – Füße & Rücken waren wenig begeistert.

Tag 4  – Natural History Museum & Manhattan Bus-Tour

Tag 4 war dann schon so ein bisschen „aktive Erholung“ – das Natural History Museum of America war der einzige größere Programmpunkt. Das ist so groß, dass man darin auch eine Woche verbringen kann und vermutlich noch immer nicht alles gesehen hab. Ich hab mich auf drei Teile konzentriert: Eine Sonderausstellung über Bakterien & Menschen (und wie sie voneinander abhängen), den Teil mit der Entstehung des Universums und auf einen kleinen Bereich der geologischen Abteilung. Danach war ich ohnehin gesättigt, auch von den restlichen Eindrücken des Tages. Beim Rausgehen, weil praktisch gegenüber, bin ich noch kurz in den Central Park spaziert, wo am Sonntag auch die erste Hälfte des Halbmarathons stattfinden würde.

Den Nachmittag habe ich dann noch für eine Bustour nach Upper Manhattan/Bronx genutzt, um den Füßen ein wenig Pause zu gönnen. Es ging hinauf bis zum General Grant National Memorial, vorbei auch z.b. an der University of Columbia.

Abschließend habe ich noch meine Startunterlagen für Sonntag geholt & im Hotel die Füße hochgelegt.

Tag 5 -Spaziergang & relaxen & Vorbereitung auf den Lauf.

Am Tag vor dem Lauf habe ich dann so ein paar lose Enden zusammengefügt – ich hab mir die nähere Umgebung angesehen (Wall Street z.b.), die Südspitze von Manhattan (Battery Park) und bin den Hudson entlangspaziert. Am Abend gabs Nudeln und das Ritual der Laufvorbereitung.

Das war mitunter die größte Aufgabe des Tages, denn während das Wetter entgegen allen Vorhersagen in den Tagen davor viel besser war als angekündigt, so standen jetzt alle Zeichen auf Sturm: Eine Kaltluftströmung vom Atlantik sollte von Nordosten her Minusgrade, Neuschnee und eisigen Wind bringen – und zwar am Sonntag. Das hat sogar die New York Road Runners als Veranstalter dazu veranlasst, davor nochmal zu warnen. Allerdings – wenn das Wetter so verlässlich war wie die Tage zuvor, dann würde das eh alles nicht passieren. Ich hab dann trotzdem alles so vorbereitet als würde es kalt werden, also 2 Schichten und Halstuch und Haube und (schnell bei Amazon gekaufte) Brille wg. dem Wind. Es war dann fast so wie angekündigt am…

Tag 6 – United Airlines NYC Half Marathon

0°C, klarer Himmel, Sonne, eiskalter Wind aus Nordosten. So war es dann am Tag der Wahrheit – das der Schnee nicht gekommen war, dafür waren glaube ich alle dankbar. Der Nord-Ost-Wind war auch nicht das schlechteste, weil die Strecke zwar die ersten paar Kilometer nach Nordosten führte (also startete man in den Gegenwind), die meiste Zeit aber dann so angelegt war, dass man Rückenwind hatte. Die Temperaturen waren allerdings wirklich frisch, gerade zu Beginn mit dem Gegenwind.

An die 20.000 LäuferInnen waren gemeldet und die Streckenführung des NYC Half in Manhattan ist sehr attraktiv: Start im Central Park mit einigen kleinen Hügeln, hinauf nach Norden, dann an der Westseite des Park schon Richtung Süden hinunter, auf der 7th Av. über den Times Square, an der 42. Street abbiegen und bis hinaus zum Hudson, entlang des Hudson bis an die Südspitze von Manhattan und von dort die letzten Meter Richtung Nordwesten, an der Wall Street vorbei, ins Ziel. Nach dem Central Park geht es praktisch dauernd minimal bergab bzw. flach dahin, dazu gab es den Rückenwind, der aber durch die Häuser zum Teil recht verwirbelt oder abgeschirmt wurde.

Für mich persönlich war es jedenfalls ein beeindruckendes Erlebnis – der Lauf über den gesperrten Times Square mit tausenden Zuschauern bei strahlendem Sonnenschein – priceless. Auch der der Central Park davor hat viele schöne Eindrücke geboten. Den Hudson entlang beginnt man dann ein bisschen mit dem Straßen zählen (42nd, 41st, […] 10th, etc.) – und ist man dann bei der 10th Street angelegt, sind es dann doch noch deutlich mehr Straßen bis zur Südspitze, aber da beginnen dann wieder die Straßennamen.

Etwas mühsam war bei km 20 die Unterführung, bei der man praktisch ins Schwarze läuft und unterirdisch die Wende an der Südspitze Manhattans vollzieht. Warum die Strecke dort unterirdisch geführt wird, ist mir nicht ganz klar, aber bei km 20,5 oder so nochmal eine Steigung zu haben, erfreut die müden Oberschenken nicht zwangsläufig.

Wie auch immer, ich habs mit einer offiziellen Zeit von 2:29:12 ins Ziel geschafft, obwohl ich nur 2:18 gelaufen bin – tatsächlich bin ich 11 Minuten vor einem WC Container gestanden, weil (entgegen den „Gepflogenheiten“ z.b. in Wien) in NYC auch alle Herren für das kleine Geschäft sich brav bei den ToiTois anstellen (ich gebe zu: ich bin beim VCM im Prater schon mal hinter die Büsche gelaufen – hat keine 11 Minuten gedauert).  Ich merk mir das für’s nächste mal in NYC. Flüssigkeitshaushalt besser managen.

Es gibt ein sehr schönes Video zum ganzen Lauf:

Nach dem Lauf ging’s direkt ins strategisch günstig gewählte Hotel (100m vom Ziel entfernt) – in die heiße Dusche, Beine einreiben, ein Siegesbier in die Hand und die Beine hoch. :)

Der Abend war dann ganz im Zeichen von totaler Entspannung – es ging ins Gallagher’s Steakhouse zu Dry Aged Beef & Rotwein.

Tag 7 – Rückreise & Zusammenfassung

  • Alkoholische Getränke in Lokalen sind richtig teuer. Besser Wasser trinken, im Supermarkt ein Six-Pack kaufen und im Hotel trinken
  • NYC im März ist ausgesprochen ruhig. Keine Wartezeiten, keine Dränglereien, keine Hektik. Ich bin praktisch nirgends angestanden (außer auf Ellis Island, weil da nur alle 30 Minuten ein Schiff fährt)
  • NYC ist groß. In 7 Tagen hat man einen kleinen Eindruck von Manhattan. Ich glaube, für Manhattan in Ruhe braucht man 3 Wochen, für NYC als ganzes 3 Monate. Minimum.
  • Ich fands großartig & mag wieder hin. Nächste Chance: NYC Half 2018 Lottery, im Dezember dieses Jahres.

Am letzten Tag bin ich noch mit der (kostenlosen) Fähre nach Staten Island gefahren und hab dort einen kleinen Spaziergang gemacht, die Insel ist das genaue Gegenteil zu Manhattan. Ruhig und beschaulich. Dort gibts übrigens auch einen Halbmarathon (wie in jedem anderen Stadtteil von NYC auch).

Außerdem war ich Cheesecakes & Mitbringel organisieren und dann gings mittels Metro wieder nach JFK und von dort mit der freundlichen, deutsch-österreichischen Fluglinie wieder nach Wien. Schön wars, NYC. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder. :)

Für die Interessierten: der Take-Off und Steigflug von JFK – nach der ersten Kurve sieht man dann nochmal Manhattan am Horizont:

Ferien auf dem Bauernhof…

Wir waren einen Bauern besuchen, von dem wir auch Fleisch beziehen und haben uns dort ein paar Tage eingenistet. Kamera war auch dabei. Eine kleine, nicht repräsentative Auswahl. Mein Favorit ist ja irgendwie der Wohnwagen am Berg, das hat was von steirischem „Breaking Bad“. :)

Wer auch mal schönen Urlaub machen will:

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Eine schöne Radrunde gäbe es dort auch, die ich aber mangels Fahrrad bzw. Zeit (wir waren nur 4 Tage inkl. An/Abreisetag) nicht fahren konnte – der Anstieg von Deutschlandsberg nach Trahütten hat aber Rampen bis 16% Steigung, da wirds schon warm in den Beinen: GPSies Link (~90km/2700hm)

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Wachauer Radtage 2014

Am 12 & 13. Juli 2014 sind die Wachauer Radtage zum 16. mal in Mautern/Donau über die Bühne gegangen. Ich kenne ja jetzt nicht wirklich viele Radveranstaltungen (zwei – diese und den Mörbisch Radmarathon), aber mein Eindruck von den Wachauer Radtagen ist ein wirklich positiver, ich freue mich jedes mal aufs neue auf die Veranstaltung. Die Radtage finden jedes Jahr an einem Wochenende im Sommer in Mautern/Donau statt und während ich nicht genau weiß, was am Samstag passiert (ich vermute nicht viel außer der Möglichkeit der Nachnennung und der Startnummern-Ausgabe), geht am Sonntag ein Radevent besonderer Art über die Bühne: In Summe 3 Bewerbe, von 50km/660 hm über 98km/1370 hm bis 165km/3200hm, die mehr oder weniger zeitgleich gestartet werden, ergeben einen wunderbaren Peloton. Das ganze ist, zumindest bei der 98km Variante, durchwegs hervorragend betreut, Polizei und ORdnerdienste an allen Kreuzungen oder gefährlichen Stellen, sehr gute Ausschilderung, 3 Labestationen, die immer gut gefüllt waren –  kurzum, die Wachauer Radtage sind eine Reise wert.

Wer sich näher informieren will, dem seien die Links am Ende des Artikels ans Herz gelegt.

Kurz ein persönlicher Rückblick, völlig subjektiv und überhaupt: Wecker um 5:45, aufstehen, versuchen mit einem 18 Monate alten Kind bis 7:00 (spätestens!) aus dem Haus zu kommen, um 7:15 tatsächlich aus dem Haus kommen, Ankunft in Mautern um ca. 8:20 (Start der Bewerbe: 9:00, pünktlich). Möglichst vorne parken, zu Fuss zur Römerhalle gehen, eine laaaaaaaaaaange Schlange vor der Chipausgabe vorfinden und beschließen, dass man doch nicht mehr aufs Klo geht (ebenfalls lange Schlange). Um 8:40 mit Chip, Unterlagen und Teilnehmergeschenk beim Auto ankommen, Fahrrad in Betrieb nehmen, umziehen, verabschieden, etc. – Abfahrt vom Auto Richtung Start: 8:55 (Start: immer noch 9:00).

Wer so früh zum Start kommt, hat sich natürlich einen Ehrenplatz verdient – nicht mal mehr direkt im Startkorridor, sondern am Fuss der Böschung, wo man dann erst nach dem Start raufgehen konnte und sich einordnen (merke: 2015 bin ich 30 mins vorher im Korridor. Egal, was passiert). Vor dem Start kommt dann noch eine kurze Ansprache des LH Prölls zum wunderbaren (Rad)land Niederösterreich und ein Priester(?) des nahegelegenen Stiftes Göttweig spricht ebenfalls noch ein paar Worte und für alle mit passender Konfession ein Gebet. Danach gehts auch schon los:

Die folgenden 98km (es sind über 98, und nicht, wie angegeben, 97 – das ist ärgerlich, wenn man auf 97km plant und dann 98,x fahren muss und dadurch die angestrebte Zeit um 1 1/2 Minuten verpasst) gehe ich jetzt nicht im Detail durch, ich beschränke mich auf eine Zusammenfassung:

  • Durch das Starten als Nachzügler hatte ich die erste halbe Stunde keine echte Gruppe (ich hätte direkt nach dem Start mal andrücken sollen, um aufzuschließen – hab ich verabsäumt)  – das war etwas mühsam, schon vom Start weg allein zu fahren.
  • Die ersten 40km (also vor allem die Bergauf-Fahrerei) habe ich insgesamt aber deutlich besser bewältigt als die Jahre zuvor. Nicht zwangsläufig geschwindigkeitsmäßig (war nur 1 1/2 Minuten schneller als im Vorjahr), aber vom körperlichen Zustand her war ich am Berg oben deutlich fitter als die Jahre zuvor. Ich hatte sogar zwischendurch Zeit, mit einem Bekannten, den ich von den Bernhard Kohl Radausfahrten kenne und eingeholt habe, bergauf für ein paar Minuten zu plaudern bevor ich mich dann wieder meinem Tempo widmete.
  • Ungewünschter Höhepunkt war ein ungeplanter „Rolling Stoppie“ bei 60km/h bei einer Abfahrt. Für einen kurzen Moment etwas zu viel Bremskraft am Vorderrad und plötzlich war das Hinterrad in der Luft. Eher instinktiv als geplant habe ich die Bremsen wieder aufgemacht, das Hinterrad hat sich wieder auf den Asphalt gesetzt und die Fahrt ging (etwas langsamer) weiter Richtung Ziel anstatt Richtung Krankenhaus. Im Pulsmonitor hat das einen interessanten Spike hinterlassen, auf den ich gerne verzichtet hätte. Für mich stehen jedenfalls demnächst „Bremsübungen“ im Leithagebirge an. Ich hab dem bisher zu wenig Zeit gewidmet. Der Weckruf kam gerade in der richtigen Lautstärke.
  • Nach ca. 2 1/2 Stunden kam ich an einem Punkt an, wo ich üblicherweise mit dem Rad bei meinem Trainingsfahrten in die Hauszufahrt rolle: Ich bin dann bereit für ein kaltes Bier, eine Dusche und einen heißen Grill, aber nicht für eine weitere Stunde Radfahren. Soll heißen: Ich habe praktisch keine Trainingsausfahrten, die länger als 2 – 2 1/2 Stunden dauern (aber ich arbeite daran). Darum waren die letzten 30km dann etwas hart zu fahren und ca. 15km vor dem Ziel musste ich dann meine Gruppe ziehen lassen und damit dem Windschatten lebewohl sagen. Im Vorjahr war ich aber schon viel früher kaputt, da fuhr ich praktisch ab der Donaubrücke immer haarscharf entlang des Krampfes in den Beinen. Heuer war das deutlich entspannter.
  • Es wäre wohl mehr gegangen, wenn ich weiter vorne gestartet wäre. Sich von hinten zu den Gruppen durchzuarbeiten und dabei immer wieder alleine zu fahren, ist kein Spass – vorne zu starten und eine Gruppe gegebenenfalls abreissen zu lassen, um in der nächstlangsameren Unterschlupf zu finden, ist deutlich angenehmer. Das ist jetzt keine großartige Erkenntnis, ich halte es nur der Form halber fest.

Ich bin trotzdem schneller gewesen als im Vorjahr (Nettozeit: 3:31:14) und wärens tatsächlich 97km gewesen, wäre ich auch sub 3:30 gewesen. Das steht dann nächstes Jahr in der Marschtabelle.

Zusammenfassend war es wieder einmal ein tolles Radwochenende, die Sportografen haben wieder wunderbare Fotos gemacht (19,99 für alle Fotos ist einfach auch ein sehr fairer Preis) und die Organisation hat gepasst.

Kleiner Kritikpunkt: In den Ergebnislisten wird auch die Zeit bis zum Überrollen der Startlinie mitgewertet (weil es sich um einen neutralisierten Start handelt und erst das Startauto nach einigen km das Feld an der Spitze freigibt) – das schlägt sich bei später startenden Fahren schon mit 2-3 Minuten in der Gesamtzeit nieder – eine Nettozeit-Angabe wäre wünschenswert (man kann sichs aber natürlich auch selbst subtrahieren).

Wir sehen uns 2015 – Wachauer Radtage – 19. Juli 2015. :)

Related Links:
Wachauer Radtage
TV-Tipp: Donnerstag, 17.7.2014, 20:15, ORF Sport+ – „Wachauer Radtage 2014“

Fotos:

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Erkundungsfahrt Leithagebirge

Erstmals hab ich mein KTM so „richtig“ abseits von Asphalt und Feldwegen bewegt – ungewohntes Terrain und besonders bei Abfahrten auf Geröll und anderen fiesen Dingen muss man beim Bremsen mehr als aufpassen, um nicht nach vorne abzusteigen. Aber nix passiert. Generell sind zwar Wegweiser und Markierungen vorhanden, aber teilweise sind durch „undokumentierte“ Forstwege doch einige Unklarheiten, die man erst durch Trial-and-Error „erradeln“ muss. Wie auch immer. Nächster Schritt: Leithagebirge umfassend abseits der Asphaltstraßen erkunden. Der Schwarzsee z.d. interessiert mich sehr. :)

Hier noch der Cyclemeter-Log.

Und ein paar Fotos – alle am Sonnenberg enstanden:

Neufelder See Triathlon 2014 (Sprint-Edition)

Vergangenes Wochenende hat in Neufeld/Leitha bereits zum 27. mal der Neufelder Triathlon stattgefunden. Seit letztem Jahr wird der Tri von Robert Pscheidl und seinem Triathlon-Store P3-Trisports bzw. dem dazugehörigen Tri-Verein veranstaltet und es war, wie letztes Jahr, großartig. Was das P3-Team organisatorisch und auch persönlich geleistet hat, war wieder ganz wunderbar. Ein Bewerb, in dem sich jeder wohlgefühlt hat – vom Anfänger bis zum Profi, so war zumindest mein Eindruck.

Im folgenden ein kurzer Rückblick aus der Sicht eines Gelegenheitstriathleten (so 1 x im Jahr ca.):

Das Plantschen:

Das Wasser im Neufelder Strandbad wurde mit dem Start um 18:00 bei perfektem Wetter noch einmal ordentlich durchgemischt und, begleitet von Musik und Publikum, gings Richtung Bootsverleih um nach der ersten Boje den See zu queren. Der späte Start sollte sich da ein wenig rächen, weil die tiefstehende Sonne bei der Seequerung es äußerst schwer machte, die zweite Boje zu erkennen, aber es hat sich dann am Ende wohl doch keiner verschwommen. Wenn man, wie ich, den halben Winter und das Frühjahr krank und kränkelnd verbringt und das Schwimmbad nur vom Hören-Sagen kennt, kommt man dann nach ca. 18 Minuten wieder an Land – da wäre heuer definitiv mehr drin gewesen, aber gut, soll sein. Ohne Training geht halt nix.

Wechselzone, super Platz, 2. Reihe, gleich am Rand, wieder mal Glück gehabt (wie jedes Jahr eigentlich) und einen „guten“ Platz erwischt, direkt beim Laufausgang. Beim Umziehen für Bike trotzdem zuviel Zeit liegen gelassen, da wäre zmd noch eine Minute zu holen gewesen. Egal. Nächstes Jahr.

Das Radeln:

Gestern definitiv meine „stärkste“ Disziplin, die regelmäßigen Ausfahrten der letzten Wochen haben Spuren in den Beinen hinterlassen und ich habe mich heuer deutlich wohler gefühlt als letztes Jahr. Die ersten km waren zwar etwas zäh, weil ich vom schwimmen ein flaues Gefühl in der Magengegend mitgenommen habe, aber bis Hornstein war wieder alles gut und es ging gut dahin und ich konnte ein paar Plätze gutmachen. Die Runde verlief ereignislos, der Hügel am Ende von Steinbrunn nervt immer noch, aber heuer habe ich dort doch noch ein paar Radler überholen können. Kurz vor der Wechselzone noch die Beine durchgeschüttelt, runter vom Rad, rein in die Zone, Rad abstellen, Laufschuhe an.

Das Leiden Laufen:

Anzahl der Koppeltrainings seit dem Tri Neufeld 2013: 0 (in Worten: Null). Na gut, ich hab am Mittwoch letzter Woche soetwas wie ein Koppeltraining versucht, aber es nach wenigen Meter sein lassen, weil die Beine nicht wollten. Dachte mir „Gut, dann halt nicht“ (hab mir was anderes gedacht, mag ich aber hier nicht schreiben :)). Erstaunlicherweise klappte der Umstieg von Rad auf Laufschuhe dann aber sehr problemlos, keinerlei muskuläre Beschwerden und mit 29 verbleibende Minuten bis zur Sub 1:30:00 Grenze war die auch in Reichweite. Bis KM3 war die Sub 1:30:00 immer noch greifbar, bei KM4 wars dann mehr eine theoretische Sache.
Nach KM3 hab ich ziemlich rapide abgebaut, bis dahin hatte ich einen guten 5:30er Schnitt, danach leider jenseits der 6:00:00 und nachdem ich dann irgendwo am Parkplatz die 1:30:00 abhaken konnte, gefühlte 400m vorm Ziel, hab ichs dann zur Kenntnis genommen und mit (immer noch persönlicher Bestleistung) von 1:31:58 gefinished. Das Zielfoto hab ich noch nicht gefunden, aber ich glaub, ich wills gar nicht sehen, wenn ich so aussehe, wie ich mich gefühlt habe.

Das Fazit:

Steht schon am Anfang – es war großartig. Die Strecken sind wunderbar, alle Organisatoren menschlich und fachlich wunderbar, Flair und Ambiente dadurch auch großartig. Danke Robert Pscheidl und Team.

Ich muss das nochmal betonen: Ich weiß, wie sich ehrenamtliche Arbeit anfühlt (hab das jahrelang selbst gemacht und machs teilweise immer noch) und es ist nicht immer leicht, da immer ein Lächeln auf den Lippen zu haben. Das P3-Team hat das aber durchwegs geschafft. Kompetent, freundlich, hilfsbereit. Auch wenns heiß war, die Gelsen gekommen sind und überhaupt. Ihr wart großartig!

Der Ausblick:

Nachdem Töchterchen mittlerweile etwas weniger anstrengend ist als die ersten 17 Monate, bleibt mehr Zeit zum Trainieren. Gesetzt den Fall, dass ich den kommenden Winter nicht überwiegend im Bett und mit Tee, Taschentüchern und Tabletten (TTT) verbringe, sollte nächstes Jahr ein deutlicher Sprung nach vorne drin sein.

Die Kritik:

Ha, es gibt doch was zum jammern: Es wurden gestern (gefühlte) 300 Pokale verteilt. Praktisch jeder und alles hat einen Pott bekommen. Nur ein einziger Bewerb nicht: Den, den wir gewonnen haben – die Mixed Staffel „Generation Fun Sportskanonen“, bestehend aus einem Vereinskollegen, meiner besseren Hälfte und mir, hat da gewonnen, bis ca. 21:30 gewartet auf die Siegerehrung (WÄHREND IN POTTENDORF BEREITS DER GRILL ANGEHEIZT WURDE!), dann wurden die Staffelpreisträger (ich glaube) als vorletztes aufgerufen, ab aufs Podest, 1 Foto gemacht – das wars. Kein Pokal. Kein Sponsorvertrag. Keine Grid-Girls. NIX. BUH!
Nicht, dass wir uns auch nicht so über den Sieg freuen – aber auf die 3 Pokale wärs net angekommen – oder?

Wir sehen uns 2015 beim 28. Neufelder Triathlon! Wann kann ich mich anmelden? :)

PS: Fotos reiche ich nach. Wenn die bei event-gucker mal online gehen.

PPS: Links:

Robert Pscheidl@Facebook
Neufeld Triathlon
P3 Trisports.at
trinews.at (Mit Fotos und Berichten zum Race-Weekend)

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Der zweiter Halbmarathon – trotzdem gut gelaufen

Tatsächlich lag zwischen Vienna City Marathon (VCM) und dem Wachau-Marathon ein halbes Jahr, mehr oder weniger. Zeit war ja auch wirklich genug, um sich vorzubereiten, so rein kalendermäßig. Aber im Endeffekt war die Vorbereitung (trotz anderer Vorsätze) ziemlich mau.

Zusammengefasst bin ich seit dem VCM einen 10er (eigentlich 9,8km) gelaufen und ansonsten Strecken zwischen 4 und 8 km. In Summe vielleicht 10 – 15 Einheiten. Außerdem hab ich um die 2000 km am Rad gemacht, was jetzt auch nicht so der Bringer ist. Aber dafür hatte ich mit Töchterchen & meiner besseren Hälfte eine tolle Sommerzeit.

Wie auch immer. Ich bin also mehr schlecht als recht vorbereitet nach Arnsdorf gekommen, mit der (letzten) Fähre nach Spitz gefahren, hab dort auch nochmal den kenianischen Läufer Samoei Micah getroffen, der die ganze Sache in humorlosen 67 Minuten erledigt hat. (Hintergrund: Eine Arbeitskollegin hat diesen [ihr bekannten] Läufer am Freitag vor dem Marathon zum Firmenbetriebsausflug mitgebracht und da haben wir einander kennengelernt und bissl über Sonntag geplaudert – und am Sonntag selber habe ich ihn dann eben nochmal getroffen. Eigentlich hat er um die 62 Minuten angestrebt, aber die Gruppe hatte es wohl nicht eilig).

Wissend, dass die ersten 10-15 km in „meinem“ Tempo (um die 7 Minuten/km habe ich mir vorgenommen, ich habe da noch keinen Stress) gehen, bin ich recht entspannt in meinen zweiten Halbmarathon gestartet. Wetter war wunderbar – Wolken, wenig (Rücken)wind, angenehme Temperaturen, viel besser als beim VCM im Frühjahr. Auch die Labestationen, von denen es wirklich reichlich gab (5 oder 6 entlang der HM-Strecke) waren gut gefüllt und zumindest 3 weitere „inoffizielle“ Labestationen mit Sturm & Bier waren auch am Weg. Just in case. Man weiß ja nie, wo einem der Durst ereilt.

Es lief dann auch recht gut und ich war zuversichtlich, die 2:29:29 zu knacken. Ab KM17 wurds dann aber recht schnell eher unangenehm – das fehlende Training machte sich bemerkbar. Der Schnitt ging runter, der Gesichtsausdruck wurde weniger entspannt. Krems war da aber schon in Sichtweite und das fand ich nicht nur gut:

Wenn man das Ortsschild Krems-Stein passiert, denkt man sich (oder zmd. ich dachte mir das) „Oh, schon in Krems“. Ein Blick auf die Uhr offenbart dann aber, dass es da noch eine ganze Weile weitergeht, gute 5-6km. Wenn man es dann Richtung Kremser „Zentrum“ geschafft hat, läuft man gut 1km auf das Ziel zu und biegt 150m davor ab, um das Ziel zu umlaufen und dann noch irgendwo 2km in den Gassen und Gässchen von Krems zu verbringen. Furchtbar. Die letzten 800m oder so läuft man dann schlussendlich wieder zwischen Publikum aufs Ziel zu und dann hat man es auch schon geschafft.

Bei der Mauterner Brücke stand als Motivationsspritze ein Teil der Verwandtschaft aus der Gegend, aber die haben mich leider auch nicht automatisch ins Ziel getragen.

Auf den letzten 5km bin ich zwischendurch einige Minuten gegangen – ich war einfach schon ziemlich kaputt – das hat mich dann auch die >2:30:00 gekostet, aber gut, soll sein.

In meinem Fall standen 2:33:50 am Tacho, das ist um ca 8 Minuten schneller als in Wien und insofern war ich zufrieden. Medaillen gabs im Ziel ebenso wie eine gut gefüllte Getränke- und Kohlenhydrate-Bar.

Zusammenfassend:

  • Labestationen zahlreich & gut gefüllt
  • Publikum eher mau auf der Strecke (gerade mal in den Ortschaften Kleingruppen)
  • Der Tunnel in Dürnstein hat eine sehr komische Stimmung beim Durchlaufen
  • Die Streckenführung in Krems ist ein wenig mühsam
  • Im Startbereich hat ein „witziger“ Moderator die Nordic-Walker beim Start als „Steckerlgeher“ bezeichnet, das war ein Griff ins Klo.

Für heuer war das die letzte Verrücktheit in Sachen Sport.

Für 2014 bin ich zuversichtlich, die für heuer gesteckten Ziele zu erreichen. Töchterchen erlaubt uns – langsam, aber doch – da und dort eine Rückkehr in ein (in Ansätzen) geplantes Leben und die Hoffnung, dass sich neben all den anderen Dingen wieder ein bisschen mehr Sport ausgeht, lebt.

Dass ich mit meinen Zeiten jetzt nicht der schnellste bin, bereitet mir nicht wirklich schlaflose Nächte – ich freu mich über meine Erfolge & Verbesserungen. :)

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